Meine Tests

Dometic CFX5 75DZ im Test: Note 1,4. Die Dual-Zone-Kühlbox, die leise kühlt und tief friert

75 L Kompressor-Kühlbox · Dual-Zone · 43,1 dB gemessen · nur 183 Wh/Tag im ECO · Gesamtnote 1,4 (Sehr gut)

Ich habe die Dometic CFX5 75DZ über mehrere Tage selbst getestet, mit Profi-Logger, Wattmeter und Schallpegelmesser, in meiner realen Umgebung und nicht im sterilen Labor. Offen gesagt: Boxen, die im Datenblatt glänzen und im Test einbrechen, kenne ich zur Genüge. Auf kuehlboxtests.de teste ich seit 2015 Kompressor-Kühlboxen, Thermoelektrik-Boxen und Absorber-Modelle mit professionellem Equipment. Diese hier gehört zu den besten, so viel vorweg. Die spannende Frage: Hält eine Box für rund 1.100 Euro wirklich, was Dometic verspricht? Was die CFX5 75DZ kann und für wen sich der Preis lohnt, das klären wir jetzt Schritt für Schritt.

Dometic CFX5 75DZ mit Testsiegel - Note SEHR GUT (1,4) im Test
Dometic CFX5 75DZ mit Testsiegel – Note SEHR GUT (1,4) im Test
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Wie ich arbeite

Ich betreibe kuehlboxtests.de seit 2015 und teste Kühlboxen mit professionellem Equipment. Auf meiner Seite findest du sowohl eigene Hands-on-Tests mit Messdaten als auch recherche-basierte Produktchecks. Ob ein Artikel ein eigener Test oder ein Produktcheck ist, kennzeichne ich immer klar im Artikel.

Herstellerbeziehung in diesem Artikel

Zwischen mir und Dometic besteht eine Affiliate-Partnerschaft. Die getestete Box habe ich selbst gekauft. Getestet habe ich sie ausführlich nach meinen eigenen, unabhängigen Testkriterien. Auf die Bewertung hat die Affiliate-Partnerschaft keinen Einfluss: Die Note ergibt sich allein aus den Messdaten und meinem Bewertungssystem.

Einnahmequellen

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Inhalt

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Bevor wir in die Details gehen, hier die ehrliche Kurzfassung, jeweils mit den konkreten Messwerten dahinter, nicht mit Werbefloskeln.

Alexander von kuehlboxtests.de beim Hands-on-Test der Dometic CFX5 Kompressor-Kühlbox auf einer Wiese im Outdoor-Einsatz
Ich teste die Dometic CFX5 selbst im Outdoor-Einsatz (Mai / Juni 2026). Hands-on-Test, kein Produktcheck.

Das hat mir gefallen

  • Sehr leise im Betrieb: gemessene 43,1 dB(A) bei 1 m und 41,6 dB(A) bei 2 m, damit unterbietet die Box Dometics eigene Angabe von 44 dB.
  • Starke Tiefkühlung: die kleine Gefrierzone erreichte in meinem Kühltest −22,1 °C, die große Kühlzone kam auf −20,6 °C.
  • Außergewöhnlich gute Isolierung: eine Stunde nach dem Stromausfall waren es nur 3,8 °C mehr, von 3,4 auf 7,2 °C, belegt im Isolationstest.
  • Sehr sparsam für diese Größe: nur 183 Wh/Tag im Halten, das sind 4,07 Wh pro Liter Nutzvolumen und Tag bei 4 °C, unter anderem dank Vakuum-Isolierung.
  • Zwei unabhängig regelbare Kühlzonen mit 45 und 30 Litern, kühlen und gefrieren also gleichzeitig.
  • Sehr robuste, hochwertige Verarbeitung mit umlaufendem ExoFrame-Stahlrahmen, das fühlt sich nach Dauereinsatz an.
  • Schneller Pull-Down: im Hauptlauf standen nach 36 Minuten 4 °C an, nach 43 Minuten 0 °C.

Schwächen im Test

  • Hoher Preis von rund 1.100 Euro je nach Händler und Angebot, relativiert durch Leistung, Größe und Verarbeitung, aber eben eine Ansage.
  • Hohes Gewicht von rund 27 kg und keine Rollen, das ist voll beladen ein Zwei-Personen-Job.
  • Die Anschlusskabel sind für diese Preisklasse recht kurz geraten.
  • Die Deckelverschlüsse wirken etwas wenig wertig und passen nicht ganz zur sonst hochwertigen Box, ein Magnetverschluss wäre hier eine klare Verbesserung.

Die Dometic CFX5 75DZ im Überblick

Die CFX5 75DZ ist eine Kompressor-Kühlbox der oberen Preisklasse, gebaut als Dual-Zone-Modell. Heißt: zwei getrennte Kammern, die sich unabhängig voneinander regeln lassen. Vorne die große Zone mit rund 45 Litern, hinten eine kleinere mit 30 Litern, die sich bis in den Gefrierbereich herunterfahren lässt. Angetrieben wird das Ganze von Dometics eigenem VMSO-Kompressor mit variabler Drehzahl, kein zugekauftes Aggregat, sondern Eigenbau. Wie eine Kompressor-Kühlbox technisch überhaupt kühlt und warum sie einem Kühlschrank näher ist als einer simplen Kühltasche, das habe ich in meinen Ratgebern ausführlicher aufgeschrieben. Die besten Kompressor Kühlboxen aus meinen Tests sind hier: Kompressor-Kühlboxen im Test >

Merkmal Angabe (Hersteller)
Hersteller Dometic
Modell CFX5 75DZ (CFX575DZ)
Typ / Bauart Kompressor, Dual-Zone
Preis UVP ca. 1.199 Euro, Straßenpreis meist rund 1.100 Euro
Bruttovolumen 75 L
Nutzvolumen große Zone ca. 45 L (zweite Zone ca. 30 L)
Außenmaße (B x T x H) 892 x 495 x 472 mm
Gewicht 27,04 kg
Spannungsversorgung AC 100 bis 240 V / DC 12 und 24 V
Temperaturbereich +20 bis −22 °C
Lautstärke (Datenblatt) 44 dB (Geräuschklasse D)
Energieeffizienzklasse C
Energieverbrauch (Datenblatt) ca. 123 Wh/Tag (aus 45 kWh/Jahr)
Leistungsaufnahme 59 W (EU), Einzelmodus mit variabler VMSO-Drehzahl
Stromaufnahme 9,8 A @ 12 V / 4,6 A @ 24 V
Kompressor Dometic VMSO 3.5 (variable Drehzahl)
Kältemittel R600a
Klimaklasse N/T
Anschlüsse 12/24 V, 100 bis 240 V, 1x USB-A (QC 3.0)
App-Steuerung ja, Bluetooth (Mobile-Cooling-App)
Batteriewächter 3-stufiger dynamischer Batterieschutz
Dometic CFX5 75DZ 75-Liter-Kühlbox mit geöffneten Deckeln und Zubehör im Freien
Die 75-Liter-Box der CFX5-Serie im Außeneinsatz, beide Deckel geöffnet, davor Kabel, Anleitung und das EU-Energielabel. | Foto: kuehlboxtests.de

Erster Eindruck nach dem Auspacken

Der erste Griff an den Karton verrät schon, worauf man sich einlässt. Die Box ist schwer, keine Frage. Ausgepackt lag dann alles ordentlich beisammen: die Box selbst, ein DC-Kabel für den 12- und 24-Volt-Betrieb, zwei AC-Kabel (Schuko für Deutschland plus ein UK-Stecker Typ G), zwei herausnehmbare Körbe mit Trennwand für die große Kammer, die Bedienungsanleitung und eine Tasche für Kabel und Zubehör. Das ist vollständig und durchdacht. Was mir gleich aufgefallen ist: Die Anschlusskabel sind für eine Box dieser Preisklasse eher kurz. Am Stellplatz oder im Wohnmobil kann das schon mal knapp werden, ein Verlängerungskabel schadet nicht.
Optisch macht die CFX5 75DZ sofort etwas her. Der graue Korpus, der sichtbare Stahlrahmen, die sauberen Kanten, das wirkt wie eine Kühlbox für den Dauereinsatz und nicht wie ein Saison-Produkt. Das Gewicht von 27 Kilogramm fühlt sich beim Anheben dann auch genauso an, wie es auf dem Datenblatt steht.

Lieferumfang der Dometic CFX5 75DZ mit DC-Kabel, zwei AC-Kabeln und Zubehörtasche
Lieferumfang der Dometic CFX5 75DZ: ein DC-Kabel, zwei AC-Kabel (Schuko und UK) plus Zubehörtasche. | Foto: kuehlboxtests.de

Verarbeitung und Material

Hier spielt die Box ihre Stärke aus. Der umlaufende ExoFrame-Stahlrahmen ist das Rückgrat der Konstruktion und sorgt für einen sehr stabilen Eckenschutz. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, die Kanten sauber verarbeitet, ohne Grat. Das ist Fertigung auf Premium-Niveau, da gibt es nichts zu meckern. Der Materialeindruck ist durchweg wertig, nichts fühlt sich billig an. Für diese beiden Punkte gebe ich jeweils die volle Punktzahl.

Klappbarer Metall-Tragegriff, robust und langlebig. | Foto: kuehlboxtests.de

Auch die Tragegriffe verdienen ein Extra-Lob: Metall mit Klappmechanismus statt billigem Kunststoff. Zu zweit lässt sich die Box auch voll beladen sehr gut tragen. Der Tragekomfort ist durch Gewicht und Größe naturgemäß eingeschränkt, das liegt in der Natur einer 75-Liter-Box. Rollen wären eine echte Verbesserung, damit auch eine Person die Box leichter bewegen kann.

Umlaufender ExoFrame-Stahlrahmen, robust und langlebig. | Foto: kuehlboxtests.de

Ein Punkt trübt das sonst sehr gute Bild. Der Deckelverschluss ist das einzige Element, das nicht ganz zur hochwertigen Box passt. Er schließt zwar sauber, wirkt aber etwas wenig wertig und rastet gefühlt nicht ganz satt ein. Die Deckeldichtung dagegen ist sehr sauber verbaut, da sitzt jeder Millimeter. Unterm Strich stehen für die Verarbeitung 8,80 von 10 Punkten, das leichte Minus geht allein auf das Konto des Verschlusses.

Geöffnete Dometic CFX5 75DZ mit Blick auf Deckeldichtung und Bedienpanel
Sauber verbaute Deckeldichtung, der Verschluss selbst wirkt dagegen etwas wenig wertig. | Foto: kuehlboxtests.de

Innenraum und Beladung

Die 75 Liter sind in zwei Kammern aufgeteilt, 45 Liter vorne und 30 Liter hinten. Beide sind über herausnehmbare Drahtkörbe organisiert, in der großen Kammer sitzt zusätzlich eine Trennwand. Alles lässt sich komplett entnehmen, wenn man Platz für sperrige Ladung braucht. Das ist praktisch und flexibel gelöst.

Innenraum der Dometic CFX5 75DZ mit zwei Kühlzonen 45 und 30 Liter und Drahtkörben
Zwei getrennt regelbare Zonen mit 45 und 30 Litern, beide mit herausnehmbaren Körben. | Foto: kuehlboxtests.de

Im Beladungstest stehen in der großen Kammer 1,5-Liter-Flaschen aufrecht, das ist bei vielen Boxen nicht selbstverständlich. Wer für einen längeren Roadtrip oder ein Wochenende am Wasser packt, bekommt hier ordentlich Getränke unter. Für den Innenraum und die Beladbarkeit vergebe ich die volle Punktzahl.

Herausnehmbarer Drahtkorb der Dometic CFX5 75DZ Kühlbox
Die Körbe und die Trennwand der großen Kammer lassen sich komplett herausnehmen. | Foto: kuehlboxtests.de
Dometic CFX5 75DZ beladen mit aufrecht stehenden 1,5-Liter-Flaschen
In der großen Kammer stehen 1,5-Liter-Flaschen aufrecht, hier im Beladungstest. | Foto: kuehlboxtests.de

Display und Bedienung

Das Display sitzt an der Stirnseite und ist hochauflösend, hell und auch bei Sonne gut ablesbar. Es zeigt beide Zonen gleichzeitig, jede mit ihrer eigenen Temperatur. Bedient wird über berührungsempfindliche Tasten oberhalb des Displays. Die reagieren zuverlässig, auch mit leicht feuchten Fingern.

Beleuchtetes Display der Dometic CFX5 75DZ mit Anzeige beider Kühlzonen
Das Display zeigt beide Zonen gleichzeitig, hell und gut ablesbar. | Foto: kuehlboxtests.de

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es trotzdem. Die Temperatur lässt sich nicht direkt an der Box verstellen, man muss immer erst einen Schritt weiter durchs Menü. Das ist kein Beinbruch, aber bei einer Box in dieser Liga hätte ich mir die direkte Verstellung gewünscht. Deshalb ein Punkt Abzug bei der Display-Bedienung.
Der Setpoint reicht laut Dometic von +20 bis −22 °C. Praktisch heißt das: Die große Zone kühlt bis −20 °C, die kleinere Gefrierzone geht noch tiefer. Für den Alltag stellt man vorne 4 bis 7 °C für Getränke und Lebensmittel ein und hinten den Gefrierbereich, wenn man Eis oder Tiefkühlware mitnehmen will.

Menü der Dometic CFX5 75DZ zur Temperatureinstellung im Display
Temperatur und Modus laufen übers Menü, jeweils einen Schritt tiefer. | Foto: kuehlboxtests.de

App-Steuerung

Die CFX5 75DZ lässt sich per Bluetooth über die Mobile-Cooling-App von Dometic steuern. Die Verbindung stand bei mir zügig, und die App funktioniert im Alltag sehr gut. Du siehst beide Zonen, verstellst die Zieltemperaturen, wechselst den Modus und wirfst einen Blick auf das Energiemonitoring, ohne aufstehen zu müssen. Gerade wenn die Box im Kofferraum oder in der Heckgarage steht, ist das bequem. Reichweite ist bei Bluetooth naturgemäß begrenzt, für die Steuerung aus dem Vorzelt oder vom Campingstuhl reicht sie aber locker.

Anschlüsse

Beim Thema Strom ist die Box flexibel. Sie läuft an 12 und 24 Volt Gleichspannung und an 100 bis 240 Volt Wechselspannung. Damit deckt sie den Bordnetz-Betrieb im Auto, Wohnmobil und Lkw genauso ab wie den Netzbetrieb zu Hause oder am Landstrom. Solartauglich ist die Box ebenfalls, dazu weiter unten mehr.

Strombuchsen der Dometic CFX5 75DZ für DC und AC an der Stirnseite
Über die Buchsen an der Stirnseite läuft die Box an 12/24 V und 100 bis 240 V. | Foto: kuehlboxtests.de

Dazu kommt ein USB-A-Ausgang mit Quick Charge 3.0, an dem sich das Handy laden lässt. Der einzige Wermutstropfen: Es gibt keinen USB-C-Anschluss. 2026 hätte ich den fast erwartet, viele Geräte laden inzwischen ausschließlich darüber. Für die Anschlussvielfalt gibt es deshalb 9 von 10 Punkten, das fehlende USB-C ist der einzige Abzug.

USB-A-Anschluss mit Quick Charge 3.0 an der Dometic CFX5 75DZ
Der USB-A-Anschluss mit Quick Charge 3.0, hier lädt das Handy direkt an der Box. | Foto: kuehlboxtests.de

Batteriewächter

Damit die Box im Standbetrieb nicht die Starterbatterie leersaugt, hat Dometic einen dynamischen Batterieschutz mit drei Stufen verbaut. Er überwacht aktiv die eingehende Spannung und schaltet den Kompressor ab, bevor die Batterie zu tief entladen wird. Die drei Stufen unterscheiden sich in der Abschaltschwelle.

  • Stufe LOW: späte Abschaltung, maximale Laufzeit. Sinnvoll, wenn die Box an einer separaten Versorgungs- oder Zweitbatterie hängt, die man ruhig weiter entladen darf.
  • Stufe MED: der ausgewogene Kompromiss für die meisten Camper und den Bordnetz-Betrieb im Wohnmobil.
  • Stufe HIGH: frühe Abschaltung, maximaler Schutz. Die richtige Wahl, wenn die Box direkt an der Starterbatterie im Auto hängt und der Motor sicher anspringen muss.

Im Test hat der Schutz sauber gegriffen. Für den Batterieschutz gibt es 9 von 10 Punkten.

Menü der Dometic CFX5 75DZ mit Einstellung des Batterieschutzes
Im Menü stellt man den dynamischen Batterieschutz ein, er überwacht die eingehende Leistung. | Foto: kuehlboxtests.de
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Bedienungsanleitung: kompakt und mit vielen Piktogrammen

Die Anleitung liegt gedruckt bei und setzt stark auf Piktogramme. Das hat den Vorteil, dass man die wichtigsten Schritte, Anschluss, Modus, Batterieschutz, auch ohne langes Lesen versteht. Sie ist mehrsprachig aufgebaut, sodass man sich die passende Sprache heraussucht. Fehlercodes sind ebenfalls erklärt, falls die Box mal einen Hinweis auf dem Display anzeigt. Für den schnellen Einstieg reicht das gut aus.

Bedienungsanleitung der Dometic CFX5 75DZ mit Piktogrammen aufgeschlagen
Die Anleitung setzt stark auf Piktogramme und deckt mehrere Sprachen ab. | Foto: kuehlboxtests.de

🔬 Diesen Test mit anderen Kompressor-Kühlboxen vergleichen

Auf meiner Testsieger-Seite findest du alle von mir getesteten Kompressor-Kühlboxen im direkten Vergleich, mit Messdaten, Notenstaffel und Empfehlungen für unterschiedliche Anwendungs-Szenarien.

Zu den besten Kompressor-Kühlboxen →

Mess-Test 1: Minimal-Test, wie tief kühlt die Dometic CFX5 75DZ?

Beim Minimal-Test geht es um die Frage, wie kalt die Box wirklich wird. Wichtig zum Verständnis: Bewertet und gemessen wird bei einer Dual-Zone-Box die große Kammer, das ist die Messzone. Sie lässt sich am Display bis −20 °C einstellen. Die kleinere Gefrierzone geht laut Dometic bis −22 °C, sie beschreibe ich nur qualitativ, ohne eigenen Bewertungsanteil.

Test-Setup

  • Box leer, große Zone auf den tiefsten einstellbaren Wert (−20 °C)
  • Fühler des Profi-Loggers Dostmann LOG32 in der Boxmitte, in einer wassergefüllten Flasche
  • Wattmeter am Netzanschluss zur Erfassung der Pull-Down-Energie
  • Aufzeichnung bis zum Erreichen des Tiefstwerts
Temperaturfühler des LOG32-Loggers in der Dometic CFX5 75DZ zur Messung
Der Fühler des LOG32-Loggers sitzt für die Messung in einer Flasche in der Boxmitte. | Foto: kuehlboxtests.de

Ergebnis

Diagramm Temperaturverlauf Dometic CFX5 75DZ im Minimal-Test bis minus 20 Grad

Temperaturverlauf im Minimal-Test: Die große Zone erreicht nach 165 Minuten minus 20 Grad. | Chart: kuehlboxtests.de

Messpunkt (große Zone, leer) Wert
Durchgang bei 10 °C 26 min
Durchgang bei 4 °C 36 min
Durchgang bei 0 °C 43 min
Zeit bis −20 °C 165 min
Tiefster erreichter Wert (große Zone) −20,6 °C
Pull-Down-Energie bis Plateau ca. 218,3 Wh

Was mir aufgefallen ist

Die große Zone hat ihr Ziel klar erreicht. Sie ging im Test auf −20,6 °C. Die kleinere Gefrierzone kam in meiner Beobachtung auf −22,1 °C und deckt sich damit gut mit Dometics Angabe von −22 °C. Kurz gesagt: Kein verfehltes Versprechen, im Gegenteil. Wer echte Tiefkühlung unterwegs braucht, für Fleisch, Fisch oder Eis, bekommt sie hier.

Test-Equipment für Kühlbox-Tests: Shelly Plug Wattmeter, Inkbird Bluetooth-Sensor, Meterk Schallpegelmesser, zwei Dostmann LOG32 T Temperaturlogger und PET-Halterflasche
Mein komplettes Messequipment im Überblick: Shelly Plug S MTR Gen3 (Stromverbrauch), Inkbird IBS-TH1 (Bluetooth-Live-Anzeige), Meterk MK09 Schallpegelmesser, zwei Dostmann LOG32 T Temperaturlogger und die PET-Halterflasche, in der die Sensoren mittig in der Box sitzen.

Messmethodik: Profi-Logger Dostmann LOG32 in der Boxmitte, Wattmeter am Netzanschluss. Der Minimal-Test dient bei Dual-Zone-Boxen als Reality-Check der großen Messzone. Den kompletten Ablauf und mein Equipment findest du in meinem Testverfahren.

Mess-Test 2: Hauptlauf bei 4 °C, wie stabil hält die Box und wie viel Strom braucht sie?

Der Hauptlauf ist die wichtigste Messung. 4 °C ist die typische Kühlschrank-Temperatur, und genau dort muss eine Box im Alltag zuverlässig und sparsam halten. Wie ich dabei genau vorgehe, steht in meinem Testverfahren.

Test-Setup

  • Box leer, große Zone auf 4 °C
  • Raumtemperatur konstant 23,1 °C
  • Logger in der Boxmitte, Wattmeter am Netz
  • Laufzeit 8 Stunden, Auswertung von Pull-Down bis Steady-State
Display der Dometic CFX5 75DZ mit eingestellter Zieltemperatur 4 Grad Celsius
Zieltemperatur 4 Grad in der großen Zone, so lief mein Hauptlauf. | Foto: kuehlboxtests.de

Ergebnis

Diagramm Hauptlauf Dometic CFX5 75DZ bei 4 Grad, Steady-State um 3,4 Grad

Hauptlauf bei 4 Grad: stabiler Steady-State um 3,4 Grad. | Chart: kuehlboxtests.de

Kennwert (Hauptlauf, 4 °C) Wert
Tiefster Wert im Pull-Down 2,3 °C
Steady-State-Mittelwert 3,40 °C
Schwankungsbreite Steady-State ±1,00 °C
Halten-Verbrauch 183 Wh/Tag
Verbrauch je Liter Nutzvolumen 4,07 Wh/L/Tag
Max. Leistungsaufnahme im Pull-Down ca. 60 W (Stunden-Mittel)
Pull-Down-Energie bis 4 °C ca. 33 Wh

Steady-State und Schwankungsbreite

Nach dem schnellen Herunterkühlen pendelte sich die Box bei einem Mittelwert von 3,40 °C ein, mit einer Schwankungsbreite von ±1,00 °C. Das ist ein sehr guter Wert. Die Temperatur bleibt eng am Zielwert, ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Für empfindliche Lebensmittel ist genau das entscheidend.

Warum die Halten-Stundenwerte schwanken

Ein Punkt, den ich immer wieder erkläre, weil er oft für Verwirrung sorgt. Bei einer gut isolierten Box taktet der Kompressor in langen Zyklen: Er läuft ein paar Minuten und macht dann eine lange Pause. Je besser die Isolierung einer Box, desto länger braucht es keine aktive Kühlung durch den Kompressor. Wenn man den Stromverbrauch stündlich mitloggt, fängt die eine Stunde einen kompletten Kompressor-Lauf ab, die nächste nur eine Pause. Dadurch schwanken die einzelnen Stundenwerte, das ist völlig normal und sogar ein Qualitätsmerkmal. Erst der Mittelwert über mehrere Stunden glättet das zuverlässig, und der liegt hier bei sehr sparsamen 183 Wh/Tag.

Mess-Test 3: Isolations-Test, wie lange hält die Kälte ohne Strom?

Für den Isolations-Test ziehe ich bei stabilem Halten-Betrieb den Stecker und lese genau eine Stunde später die Temperatur ab. Der Ansatz ist methodisch nah am Verfahren der Stiftung Warentest, nur an meinen 4-Grad-Startpunkt angepasst, nachzulesen in meinem Testverfahren. Wichtig: Die Box ist leer, und eine leere Box erwärmt sich deutlich schneller als eine beladene, weil die Luft im Inneren kaum Wärme speichert. Das ist also die harte Variante des Tests.

Kennwert Wert
Ausgangstemperatur (bei Stecker-Aus) ca. 3,4 °C
Temperatur nach 1 Stunde 7,2 °C
Erwärmung in 1 Stunde +3,8 °C

Praxis-Interpretation

Nur 3,8 °C Erwärmung in einer Stunde, und das mit leerer Box, das ist ein Spitzenwert. Er belegt, wie gut die Vakuum-Isolierung arbeitet. Im Alltag bedeutet das: Ein kurzer Stopp ohne Strom, eine Fährüberfahrt oder das Umparken sind überhaupt kein Problem. Beladen hält die Box die Kälte noch deutlich länger, weil gekühlte Lebensmittel und Getränke als Kältespeicher wirken. Für die Isolation und Temperaturkontrolle vergebe ich mit 9,8 von 10 Punkten fast die Bestnote.

Mess-Test 4: Lautstärke, wie laut ist die Dometic CFX5 75DZ wirklich?

Lautstärke ist bei Kompressor-Boxen oft der wunde Punkt, gerade nachts im Wohnmobil. Ich messe mit einem Schallpegelmesser in A-Bewertung, jeweils bei 1 und 2 Metern Abstand, in einer ruhigen Innenraum-Umgebung für saubere Vergleichswerte. Details zu Messgerät und Ablauf stehen in meinem Testverfahren.

Lautstärkemessung der Dometic CFX5 75DZ im ruhigen Innenraum mit Schallpegelmesser
Gemessen in ruhiger Innenraum-Umgebung für saubere Vergleichswerte. | Foto: kuehlboxtests.de
Messpunkt Gemessen in dB(A)
Betrieb bei 1 m Abstand 43,10
Betrieb bei 2 m Abstand 41,60

Zur Einordnung: 43 dB(A) liegen etwa auf dem Niveau leiser Umgebungsgeräusche in einer ruhigen Wohnung, deutlich unter einem normalen Gespräch (rund 55 bis 60 dB). In 2 Metern Abstand sinkt der Wert auf 41,6 dB(A), das nimmt man kaum noch wahr. Die Box arbeitet mit variabler Kompressordrehzahl und kennt keinen klassischen MAX/ECO-Split, es gibt also nur eine Betriebsart. Unterm Strich gehört die CFX5 75DZ zu den leisesten Boxen dieser Größe, die mir untergekommen sind. Für die Lautstärke gibt es 9,3 von 10 Punkten.

Schallpegelmesser zeigt 43,1 dB bei der Dometic CFX5 75DZ in einem Meter Abstand
Schallpegelmessung in einem Meter Abstand: 43,1 dB(A). | Foto: kuehlboxtests.de

Stromverbrauch & Energieeffizienz: sparsam trotz Größe

Die Kern-Messung zuerst: Im Halten-Betrieb bei 4 °C zieht die Box 183 Wh pro Tag. Das sind 4,07 Wh je Liter Nutzvolumen und Tag. Für eine 75-Liter-Box mit zwei Zonen ist das ein sehr guter Wert, den viele kleinere Boxen nicht erreichen. Verantwortlich dafür ist vor allem die hochwertige Vakuum-Isolierung in Kombination mit dem drehzahlvariablen Kompressor.

EU-Energielabel der Dometic CFX5 75DZ mit Energieeffizienzklasse C
Das EU-Label weist Klasse C aus, real lag der Halten-Verbrauch klar darunter. | Foto: kuehlboxtests.de

Ein ehrliches Wort zum Vergleich mit dem Datenblatt. Dometic gibt im EU-Datenblatt rund 123 Wh/Tag an, hochgerechnet aus 45 kWh im Jahr. Mein gemessener Wert von 183 Wh/Tag liegt darüber. Das ist aber kein Widerspruch, sondern liegt an den Bedingungen: Die EU-Angabe entsteht unter genormten Laborbedingungen, ich messe bei realen 23,1 °C Raumtemperatur. Solche Alltagswerte liegen fast immer über den genormten Zahlen. Wichtig ist die Einordnung, und die bleibt klar: 183 Wh/Tag sind für diese Größe wirklich sparsam.
Wer noch tiefer ins Thema einsteigen und den Verbrauch praktisch senken will, findet meine Tipps im Ratgeber zur mobilen Stromversorgung beim Camping.

Stromquelle Kapazität Halten-Laufzeit (183 Wh/Tag)
EcoFlow River 2 256 Wh ca. 1,4 Tage
EcoFlow Delta 2 1024 Wh ca. 5,6 Tage
Bluetti AC180 1152 Wh ca. 6,3 Tage
Boots- / Lkw-Batterie (12 V / 100 Ah) 1200 Wh (50 % nutzbar = 600 Wh) ca. 3,3 Tage

Die Laufzeiten gelten für den reinen Halten-Betrieb. Das anfängliche Herunterkühlen kostet einmalig zusätzliche Energie, danach zählt der Halten-Verbrauch.

Hersteller-Claim-Check: Wort gehalten?

Jetzt der ehrliche Abgleich zwischen Dometics Versprechen und meinen Messwerten.

Hersteller-Versprechen Gemessen Urteil
Tiefkühlung bis −22 °C (Gefrierzone) Gefrierzone −22,1 °C, große Zone −20,6 °C ✓ erfüllt, leicht übertroffen
Lautstärke 44 dB 43,1 dB(A) bei 1 m ✓ übertroffen (leiser)
Gewicht 27,04 kg 27,04 kg im Test bestätigt ✓ exakt erfüllt
Schnelle Kühlung / Pull-Down 4 °C nach 36 min, 0 °C nach 43 min ✓ erfüllt
Energieverbrauch ca. 123 Wh/Tag (EU-Datenblatt) 183 Wh/Tag real im Halten ~ real höher, unter Alltagsbedingungen erwartbar

Bilanz: Vier von fünf Claims erfüllt die Box klar oder übertrifft sie sogar. Beim Energieverbrauch liegt der reale Wert über der genormten EU-Angabe, was bei echten Umgebungsbedingungen normal ist und nichts an der guten Effizienz ändert. Das ist ein sehr ehrliches Ergebnis, ohne Marketing-Luft.

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Die CFX5-Serie: kleinere Alternativen zur 75DZ

Die CFX5 75DZ ist das große Dual-Zone-Modell der Reihe. Wer weniger Volumen braucht und die Box öfter allein tragen will, sollte sich die kleineren Modelle der gleichen Serie ansehen. Einen guten Einstieg bietet die kompakte Dometic CFX5 35. Dort ordne ich auch ein, worin sich die aktuelle CFX5-Serie von der älteren CFX3-Serie unterscheidet. Wichtig zur Einordnung: Die CFX5 35 habe ich nicht selbst gemessen, das ist ein recherche-basierter Produktcheck und kein eigener Test mit Messdaten.

Für wen ist die Dometic CFX5 75DZ geeignet?

  • Wohnmobil und Camper: viel Volumen, zwei Zonen, leiser Betrieb und geringer Verbrauch, ideal für längere Reisen mit Landstrom und Bordnetz.
  • Roadtrip und Familie: 1,5-Liter-Flaschen stehen aufrecht, kühlen und gefrieren gleichzeitig, da bleibt für eine Woche genug Platz.
  • Angler und Jäger: echte Gefrierzone bis −22 °C, damit bleibt der Fang zuverlässig tiefgekühlt. Einfach einen Akku mitnehmen (meine Empfehlung ist der X-TRA Akku) und die Kühlbox kann tagelang gekühlt werden.
  • Boot und Lkw: 12- und 24-Volt-Betrieb plus dynamischer Batterieschutz, damit die Starterbatterie nicht leergesaugt wird.
  • Festival und Gartenparty: genug Kapazität für viele Getränke, dazu der integrierte Betrieb an 230 V.

Weniger geeignet ist sie, wenn du eine leichte Box zum häufigen Alleintragen suchst oder nur gelegentlich ein paar Getränke kühlen willst. Dann sind das Gewicht von 27 kg und der Preis überdimensioniert, und ein kompakteres Single-Zone-Modell aus der CFX5-Serie passt besser.

Transport, Powerstation und Solar

Beim Transport muss man ehrlich sein: Mit rund 27 Kilogramm ist die CFX5 75DZ ein klarer Zwei-Personen-Job, jedenfalls voll beladen. Die Metallgriffe sind top und können geklappt, bei Bedarf sogar abgeschraubt werden. Was fehlt, sind Rollen. Für eine Box dieser Größe und Preisklasse wären sie eine echte Erleichterung, damit auch eine Person sie über den Stellplatz ziehen kann.

Dometic CFX5 75DZ 75-Liter-Kühlbox im Außeneinsatz auf der Wiese
Mit rund 27 Kilogramm ist die Box ein Zwei-Personen-Job, Rollen fehlen leider. | Foto: kuehlboxtests.de

An einer Powerstation macht die Box eine gute Figur, weil sie so sparsam hält. Eine EcoFlow Delta 2 mit 1024 Wh trägt sie rund 5,6 Tage durch den Halten-Betrieb, eine Bluetti AC180 mit 1152 Wh sogar gut 6 Tage. Für autarke Wochenenden reicht das locker. Welche Kombinationen aus Box und Powerstation in der Praxis funktionieren, habe ich im Powerstation-Ratgeber ausführlich aufgeschlüsselt.
Für den echten Dauerbetrieb ohne Landstrom kombinierst du die Powerstation mit einem Solarpanel. Über Tag lädt die Sonne nach, was die Box in der Nacht verbraucht. Wie so ein Set-up sinnvoll dimensioniert wird, steht in meinem Ratgeber zur Kühlbox mit Solarstrom.

Fazit: eine der besten Kompressor-Kühlboxen in ihrer Klasse

Die Dometic CFX5 75DZ hat mich im Test überzeugt, und das über die ganze Breite. Sie ist außergewöhnlich leise (43,1 dB bei 1 m), extrem gut isoliert (nur 3,8 °C Erwärmung in einer Stunde ohne Strom), sparsam (183 Wh/Tag) und dabei hochwertig verarbeitet. Dazu kommt die flexible Dual-Zone mit echter Gefrierfunktion. Ehrlich gesagt gibt es nur wenig zu bemängeln: der hohe Preis, das hohe Gewicht ohne Rollen, die etwas kurzen Kabel und der Deckelverschluss, der nicht ganz zum Rest passt. Kleine Kritikpunkte an einer sehr guten Box.
Das schlägt sich auch in der Notenstaffel nieder. Hier die sieben Kategorien im Überblick.

Kategorie Gewicht Punkte (1 bis 10)
Kühlleistung 25 % 9,25
Energieeffizienz 15 % 9,5
Isolation & Temperaturkontrolle 15 % 9,8
Lautstärke 10 % 9,3
Verarbeitung & Material 10 % 8,80
Handhabung & Ausstattung 15 % 9,00
Preis-Leistung 10 % 8,0
Gesamt 100 % 9,17

Die Einzelwertungen im Detail

Die Kategorien Kühlleistung, Energieeffizienz, Isolation und Lautstärke ergeben sich direkt aus den Messwerten weiter oben. Die beiden Kategorien Verarbeitung und Handhabung bewerte ich anhand fester Checklisten, damit meine Teilnoten nachvollziehbar bleiben. Hier die Einzelpunkte samt Begründung.
Verarbeitung & Material (Mittelwert 8,80 von 10)

Kriterium Punkte Warum
Spaltmaße & Kantenverarbeitung 10/10 ExoFrame-Stahlrahmen, gleichmäßige Spaltmaße, saubere Kanten ohne Grat, Fertigung auf Premium-Niveau.
Materialeindruck 10/10 Durchweg hochwertig und wertig, wirkt langlebig und für den Dauereinsatz gemacht.
Eckenschutz & Stabilität 9/10 Stabiler Eckenschutz durch den umlaufenden Stahlrahmen, klar outdoor-tauglich und robust.
Deckeldichtung & Verschluss 7/10 Dichtung sehr sauber verbaut, der Verschluss selbst wirkt aber wenig wertig und rastet nicht ganz satt ein.
Tragegriffe 8/10 Metall mit Klappmechanismus statt Kunststoff, zu zweit auch voll beladen gut tragbar. Rollen wären eine echte Verbesserung.

Handhabung & Ausstattung (Mittelwert 9,00 von 10)

Kriterium Punkte Warum
Lieferumfang & Bedienungsanleitung 8/10 1 DC- und 2 AC-Kabel, zwei Körbe mit Trennwand, Anleitung und Zubehörtasche. Abzug für die recht kurzen Anschlusskabel.
Display-Bedienung & App 9/10 Hochauflösendes, gut ablesbares Display, App funktioniert sehr gut. Abzug, weil sich die Temperatur nicht direkt an der Box verstellen lässt.
Innenraum & Beladbarkeit 10/10 75 L in 45/30 aufgeteilt, Körbe und Trennwand herausnehmbar, 1,5-Liter-Flaschen stehen aufrecht, Dual-Zone flexibel nutzbar.
Anschlussvielfalt 9/10 12/24 V und 100 bis 240 V, dazu USB-A mit QC 3.0, solartauglich. Einziger Abzug: kein USB-C.
Batterieschutz 9/10 3-stufiger dynamischer Batterieschutz, überwacht aktiv die eingehende Leistung.
Sonderausstattung 9/10 LED-Innenlicht in beiden Kammern, Ablassschraube, integrierter Flaschenöffner, App-Energiemonitoring. Griffe abschraubbar, aber keine Rollen.

Macht in Summe 9,17 von 10 Punkten und damit die Gesamtnote 1,4 (Sehr gut). Der Preis von rund 1.100 Euro ist eine Ansage, keine Frage. Gemessen an Leistung, Größe, Verarbeitung und Ausstattung ist er aber vertretbar. Wer eine leise, robuste Dual-Zone-Box für Wohnmobil, Boot oder lange Roadtrips sucht und die Gefrierfunktion wirklich nutzt, bekommt hier eine der besten Boxen ihrer Klasse. Wenn du erst noch andere Modelle vergleichen willst, findest du alle Kompressor-Kühlboxen, die ich getestet habe, in meiner Testsieger-Übersicht.

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So habe ich getestet: meine Messmethodik

Damit meine Noten nachvollziehbar bleiben, teste ich jede Box nach dem gleichen Schema. Kein Bauchgefühl, sondern Messwerte.

Messaufbau der Dometic CFX5 75DZ mit Wattmeter zur Stromverbrauchsmessung
Mess-Setup mit Wattmeter am Netzanschluss für den Hauptlauf. | Foto: kuehlboxtests.de

Die Temperatur erfasse ich mit einem Profi-Logger vom Typ Dostmann LOG32, den Stromverbrauch mit einem loggenden Wattmeter, die Lautstärke mit einem Schallpegelmesser in A-Bewertung. Gemessen wird der Minimal-Test für die Tiefkühlleistung, der Hauptlauf bei 4 °C für Stabilität und Verbrauch, der Isolations-Test für die Kälterückhaltung ohne Strom und die Lautstärke an vier Messpunkten. Die genaue Methodik, das Equipment und die Bewertungslogik habe ich transparent zusammengefasst: So teste ich Kühlboxen, meine Methodik.
Redaktionelle Unabhängigkeit & Werbung: Diese Box habe ich selbst gekauft. Zwischen mir und Dometic besteht eine Affiliate-Partnerschaft, das heißt, über die Links in diesem Artikel kann ich eine Provision erhalten, ohne Mehrkosten für dich. Auf die Note hat das keinen Einfluss. Sie ergibt sich allein aus den Messdaten und meinem Bewertungssystem. Mehr dazu auf meiner Transparenz-Seite.

Häufige Fragen zur Dometic CFX5 75DZ

Wie laut ist die Dometic CFX5 75DZ im Betrieb?

In meiner Messung waren es 43,1 dB(A) bei 1 Meter und 41,6 dB(A) bei 2 Metern Abstand. Damit unterbietet die Box ihre eigene Datenblatt-Angabe von 44 dB und gehört zu den leisesten Boxen ihrer Größe.

Welche Tiefkühltemperatur erreicht die CFX5 75DZ wirklich?

Die große Kühlzone lässt sich bis −20 °C einstellen und kam im Test auf −20,6 °C. Die kleinere Gefrierzone erreichte in meiner Beobachtung −22,1 °C und deckt sich damit mit Dometics Angabe von −22 °C.

Wie schnell kühlt die Box herunter?

Im Hauptlauf standen nach 26 Minuten 10 °C an, nach 36 Minuten 4 °C und nach 43 Minuten 0 °C. Für eine 75-Liter-Box ist das ein flottes Tempo.

Wie viel Strom verbraucht die CFX5 75DZ tatsächlich?

Im Halten-Betrieb bei 4 °C waren es 183 Wh pro Tag, das entspricht 4,07 Wh je Liter Nutzvolumen. Für die Größe ist das sehr sparsam.

Wie lange läuft die Box an einer Powerstation?

Bei 183 Wh/Tag hält eine EcoFlow Delta 2 (1024 Wh) rund 5,6 Tage durch, eine Bluetti AC180 (1152 Wh) gut 6 Tage. Eine kleine EcoFlow River 2 (256 Wh) schafft etwa 1,4 Tage im reinen Halten-Betrieb.

Passen 1,5-Liter-Flaschen aufrecht hinein?

Ja. In der großen Kammer stehen 1,5-Liter-Flaschen aufrecht, das habe ich im Beladungstest geprüft.

Hat die Dometic CFX5 75DZ Rollen?

Nein, Rollen fehlen. Mit rund 27 kg ist die Box voll beladen ein Zwei-Personen-Job. Die klappbaren Metallgriffe sind dafür sehr stabil und bei Bedarf abschraubbar.

Wie ordnet sich die CFX5 75DZ in der CFX5-Serie ein?

Die CFX5 75DZ ist das große Dual-Zone-Modell der Serie, gemacht für Familien, lange Trips und echte Gefrierlast. Wer es kompakter und leichter mag, findet in der Serie kleinere Single-Zone-Modelle. Eine Einordnung dazu gebe ich im recherche-basierten Produktcheck zur Dometic CFX5 35.

Links und Ressourcen

Für diesen Testbericht habe ich folgende Quellen und Ressourcen genutzt:

Herstellerinformationen

Mein Testverfahren und Messequipment

Weiterführende Inhalte auf kuehlboxtests.de

Letzte Aktualisierung: Juli 2026. Alle Links wurden zum Zeitpunkt der Aktualisierung geprüft.

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Alexander

Hallo, ich bin Alexander. Seit 2015 betreibe ich kuehlboxtests.de und habe in dieser Zeit 21 Kühlboxen selbst getestet und über 50 Produktchecks geschrieben. Wenn ich nicht gerade über Kühlboxen schreibe, bin ich unterwegs: in Europa und den USA, meistens mit einer Kühlbox im Auto oder Camper. Genau daraus ist diese Seite entstanden. Inzwischen stapeln sich in meinem Keller die Testboxen, ich bin also eine Art Kühlbox-Nerd geworden. In meinen Hands-on-Tests messe ich nicht nur die erreichte Kühlleistung mit professionellem Equipment, sondern auch Stromverbrauch, Lautstärke, Verarbeitung und Handhabung. Mehr zu mir auf meiner Über-mich-Seite.

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