Kompressor Kühlbox Test: IceCube 50 von Plug-in-Festivals im Check

Artikel aktualisiert am von Alexander

Die Kompressor Kühlbox IceCube vom Hersteller Plug-In-Festivals ist mir durch einige spezielle Funktionen und Eigenschaften aufgefallen. Der Hersteller der Kühlbox ist seit Jahren in der Vermietung von Kühlboxen auf Festivals führend und war mir dadurch schon bekannt. Nun hat das Unternehmen selber eine Kompressor-Kühlbox auf den Markt gebracht.

Plug-In-Festivals IceCube 50
Die Kompressor-Kühlbox im Test: Plug-In-Festivals IceCube 50

Die jahrelange Erfahrung mit den Anforderungen an eine gute Kompressorbox sieht man in diesem Produkt. Zumindest in den Angaben. Wer meinen Youtube-Kanal und meinen Blog kennt, der weiß, dass ich jedes Detail genau unter die Lupe nehmen und alles prüfe. Ob der IceCube wirklich hält was seine Daten versprechen? Das sehen wir nach meinem Test. Mein umfangreiches Testverfahren findet ihr übrigens auch auf meinem Blog.

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Inhalt

Verschiedene Größen verfügbar: 25, 30, 40 & 50 Liter

Der Plug-In-Festivals IceCube in der größten Variante

Für meinen Test habe ich mich für die größte Version der Kühlbox entschieden: Den IceCube 50. Im Lieferumfang ist ein:

  • Metallkorb,
  • ein Benutzerhandbuch
  • und jeweils ein Anschlusskabel für 230 V und 12 V Anschlüsse.
Fakt am Rande: der IceCube 25 ist mit einer geringen Höhe von 30 cm tatsächlich die flachste Kompressor-Kühlbox auf dem Markt. Für Mikro-Camper ideal geeignet. Die Ausstattung und Eigenschaften sind dabei bis auf das unterschiedliche Fassungsvermögen identisch.

Ausstattung und Eigenschaften der Kompressor-Kühlbox

Die Kompressor Kühlbox von Plug-In-Festivals wird seit vielen Jahren auf nahezu allen großen deutschen Festivals eingesetzt. Allerdings stand er bisher nicht zum Verkauf, sondern konnte nur gemietet werden. Natürlich ist das Produkt auf Sicherheit geprüft und trägt ein offizielles GS-Zeichen.

In der App des IceCube 50 konnten im Test alle Einstellungen einfach und schnell gemacht werden.

Die Kühlbox kann nicht nur über das sehr gut gestaltete LCD-Display eingestellt und gesteuert werden, sondern auch über eine App. In der App lassen sich alle Einstellungen für die Kühlung und verschiedene Modi steuern. Natürlich geht das auch direkt über das Display.

Anschlußmöglichkeiten

Natürlich kann die Kühlbox auch am 12V Anschluss im Auto oder Camper betrieben werden.

Die Kompressorkühlbox kann am 12 V Anschluss und am 230 V Anschluss betrieben werden. Die beiden Anschlusskabel sind im Lieferumfang dabei.

Kühlsystem: Kompressor-Kühlbox

Mit der Kompressor-Kühlbox können Getränke auch bei sehr hohen Außentemperaturen problemlos immer kalt genossen werden.

Beim IceCube handelt es sich um eine Kompressor-Kühlbox. Das leistungsfähigste Kühlsystem auf dem Markt (mehr Infos über Kompressor-Kühlboxen).

Kühlleistungen und Isolierung laut Herstellerangaben

Die maximale Kühlung liegt laut Hersteller bei -20 °C. Das prüfe ich in meinem Testbericht natürlich.

Die Kompressor-Kühlbox hat laut Angaben des Herstellers eine hohe Kühlleistung bis -20 °C. Natürlich werde ich das gleich noch ausführlich prüfen. Hierfür nutze ich professionelle Temperaturmessgeräte, die ansonsten bei medizinischen Transporten eingesetzt werden. Dazu aber später mehr.

Display und Bedienung im Test

Über das Display können alle Einstellung schnell und einfach gemacht werden.

Das Display ist meiner Meinung nach übersichtlich und intuitiv aufgebaut. Einfach vorbildlich finde ich immer bei Kühlboxen, wenn die Kühlung in der Box wirklich angezeigt wird. Über die Temperaturregler + und – kann die Kühltemperatur auf den Grad genau eingestellt werden. Auch eine Spannungsanzeige ist mit dabei. Zusätzlich wird angezeigt, in welchem Kühlmodus das System gerade arbeitet. Dazu gleich noch mehr. Selbst eine Batterieanzeige und der Batteriewächter-Modus ist im Display abgebildet.

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Eingebaute Heizfunktion zum Warmhalten von Speisen und Lebensmitteln

Übrigens lassen sich in der Box natürlich auch Speisen und Mahlzeiten warm halten. Bis maximal + 20 C° ist das möglich.

Eco-Funktion (Stromsparfunktion) vorhanden

Der IceCube 50 (natürlich auch die Modellvarianten IceCube 25, 30 und 40) von Plug-In Festivals hat einen eingebauten ECO-Modus, der einfach über das Display oder die App aktiviert werden kann. Gleichzeitig zeigt das Display an, in welchem Kühlmodus die Kompressor-Kühlung gerade läuft (MAX/ECO). Das ist einfach sehr praktisch.

Max oder Eco-Modus kann einfach auf dem Display oder in der App eingestellt werden.

Im Max-Modus wird eine maximale und schnelle Kühlung sichergestellt. Im Energiesparmodus kühlt die Box natürlich etwas langsamer, dafür ist aber der Energieverbrauch noch mal deutlich niedriger. Aber auch im Max-Modus ist der Energieverbrauch für eine Kompressorkühlbox dieser Leistungsklasse niedrig.

Die Kühlbox ist auch bei maximaler Kühlung energieeffizient.
Denn der nach der EU-Verordnung gemessene Wert liegt gerade einmal bei 81 kWh pro Jahr. Das ist meine Erfahrung nach aus vielen Testberichten gut.

Mein Eindruck von der Bedienungsanleitung im Test

Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich und erklärt alle wichtigen Einstellungen mit Abbildungen.

Die Bedienungsanleitung auf Deutsch ist sehr gut gestaltet. Bei den Funktionen sind Abbildungen enthalten und erklären zusammen mit dem Text genau, wie alle Einstellungen und Funktionen der Kühlbox zu bedienen sind. Sehr gut.

Anschlußkabel-Länge des 230 V und 12 V Kabels gemessen

Das 230 V Kabel bei der Messung im Test

In der Praxis ist auch die Länge der Anschlusskabel nicht ganz unwichtig. Deswegen messe ich das bei meinen Testberichten immer nach. Das 230 V Kabel kommt auf 2,10 m . Das 12 V Kabel auf eine Länge von 3,50 m. Das ist gut. Gerade in Fahrzeugen ist es immer wichtig, dass das Anschlusskabel bis zum 12 V Anschluss reicht, ohne eine Verlängerung kaufen zu müssen.

Ein Kabelstaufach gibt es bei der Kühlbox nicht. Ich empfehle dann immer bei Nichtnutzung beide Kabel in die Box zu legen, damit man sie nicht verlegt.

Batteriewächter mit 3 Modi: Entladeschutz für die Autobatterie

Batteriewächter auf Low – ideal für die Kompatibilität mit allen Powerstationen

Die Kompressorkühlbox hat einen eingebauten Entladeschutz. Für mich ist ein Batteriewächter immer sehr wichtig. Zwar kann dieser extern angeschlossen werden, kostet dann aber extra und ist wieder ein zusätzliches Teil, was mitgenommen werden muss.

Die Box ist mit einem dreistufigen Batteriewächter ausgestattet. Das ist spitze. Zwischen den verschiedenen Modi kann einfach über das Display oder die App umgeschaltet werden. Hier merkt man auch das der Hersteller sehr viel Erfahrung mit diesen Kühlboxen im Einsatz in der Praxis hat.

Auch in der App kann der Batteriewächter Modus geändert werden (L9.0V/M11.5V/H12.0V)Denn für den Betrieb an externen Akkus oder getrennten Versorgungsbatterien, kann der Batteriewächter auf den Modus Low gestellt werden. Dadurch ist eine komplette Nutzung der im Akku gespeicherten Energie möglich.

Alle verfügbaren Modi:

  • L9.0V
  • M11.5V
  • H12.0V

Und damit ist die Box kompatibel mit allen Powerstationen auf dem Markt. In der Bedienungsanleitung wird gut beschrieben, welcher Batteriewächter-Modus bei welchem Einsatz zu wählen ist.

Eigengewicht der Kühlbox im Check

Der IceCube 50 auf der Waage: 14,3 kg Leergewicht

Bei Kompressor-Kühlboxen ist meiner Meinung nach das Gewicht nicht der entscheidende Faktor. Denn durch das Kühlsystem sind diese Boxen, egal von welchem Hersteller, einfach schwerer. Dabei hält sich das Eigengewicht mit 14.3 kg im Bereich aller guten Kompressorboxen auf.

Tragegriffe im Test

Die Tragegriffe können mit einem Schraubenzieher abgenommen werden.

Eine Besonderheit dieser Kompressor-Kühlbox sind die abnehmbaren Griffe. Gerade beim Transport in Wohnmobilen oder im Auto spart das etwas Platz. Praktisch. Die 2 Schrauben sind schnell gelöst. Allerdings muss natürlich ein Schraubenzieher verwendet werden.

Der magnetische Verschluß des Deckels

Der Kühlbox-Deckel rastet durch einen Magnetverschluss immer komplett ein.

Ebenfalls sehr gut gelöst ist der magnetische Verschluss des Deckels. Dadurch wird immer sichergestellt, dass der Deckel nach der Entnahme von Getränken wieder dicht verschlossen ist. Das spart bei aktiver Kühlung Strom und bei passiver Kühlung bleibt der Innenraum länger kühl.

LED-Innenbeleuchtung

Eine LED-Innenbeleuchtung ist auch eingebaut.

Der Hersteller hat dieser günstigen Kompressorkühlbox auch eine gute LED-Innenbeleuchtung spendiert. Denn gerade in den Abendstunden, wenn es schon dunkel wird, lässt sich so der Inhalt in der Box einfach besser sehen.

USB-Anschluss und App-Steuerung

Über den USB-Anschluss lassen sich Smartphones und andere Geräte aufladen.

Mit dem am Display untergebrachten USB-Anschluss lassen sich Smartphones und andere Geräte aufladen. Die App für die Kühlbox kann bei Google Play oder iTunes heruntergeladen werden und ermöglicht alle Einstellungen über das Handy zu machen. Besser geht es eigentlich nicht.

Die App für den IceCube gibt es im Google Play Store und bei iTunes.

Beladung und Fassungsvermögen im Praxistest

Die 50 Liter Kühlbox bietet einfach viel Raum.

Schauen wir uns jetzt einmal in diesem Testbericht an, was in die Kühlbox reinpasst und wie gut der Innenraum gestaltet ist. Das Fassungsvermögen der Box bei mir im Test liegt bei 50 Liter. Es gibt aber auch 25, 30 und 40 Liter Boxen des IceCube von Plug-in-Festivals.

Wer möchte kann auch den mitgelieferten Korb zum Beladen verwenden. Allerdings geht dann natürlich etwas Platz verloren. Der Vorteil: Wenn etwas Wasser unten in der Kühlbox steht, macht das nichts aus.

Für meinen Test schauen wir uns an wie viele Getränke hier reinpassen. Besonders die Frage, ob große Flaschen hier stehend reingehen, ist bei vielen meiner Blogleser immer interessant.  Probieren wir es gleich mal aus mit den höchsten 1,5 L Flaschen. Diese passen problemlos stehend in die Kühlbox. Und zwar gleich 9 Stück. Dazu noch 2 x 1 Liter Flaschen und einige Dosen. Einfach viel Platz eben.

In den IceCube 50 passen 9 stehende 1,5 Liter Flaschen problemlos rein. Dazu können noch 2 x 1 Liter Flaschen und jede Menge Dosen oder Snacks reingepackt werden.

Drahtkorb für das Beladen

Das Beladen mit dem Korb.

Im Lieferumfang ist ein praktischer Drahtkorb bei der 40 L und 50 L Variante mit dabei. Damit lässt sich die Kühlbox schnell und einfach beladen und entladen. Ziemlich praktisch. Falls einmal etwas Wasser unten in der Box steht, sind Snacks im Korb geschützt.

Die Abmessungen des IceCube 50 im Test

Die Maße prüfe ich in meinen Kühlbox Tests natürlich immer selber.

Außen ist die Länge der Kühlbox bei 57 cm Zentimeter und die Box ist 36 Zentimeter breit. Die Höhe liegt gemessen bei 49,5 Zentimeter.

Innenabmessungen der Kompressor-Kühlbox

Wer nicht ganz so viel Platz braucht, der kann auch zu den kleineren Modellvarianten von Plug-in Festivals greifen.

Der nutzbare Innenraum kommt auf folgende Maße:

  • Höhe 41,5 Zentimeter,
  • Breite 28,2 Zentimeter
  • und Länge 45,4 Zentimeter.

Qualitätseindruck und Verarbeitung im Test

Bei voller Beladung müssen die Kühlboxen in meinem Testbericht die Stabilität unter Beweis stellen.

Hier betrachte ich die Verarbeitung und Qualität der verwendeten Materialien. Sind die Kanten sauber verarbeitet? Stimmen die Spaltmaße? Welches Material? Sind bei teureren Kühlboxen die Ecken und Kanten speziell geschützt, um beim Fallen Beschädigungen zu vermeiden? Wie sind die Tragegriffe befestigt und wie belastbar sind sie?

Die Prüfkriterien im Überblick

Die Spaltmaße und Verarbeitung im Test

In meinem Testbericht schau ich mir die Verarbeitung und die Qualität der Materialien immer genauer an. Wie sieht es mit der Verarbeitung an den Ecken und Kanten aus? Sind die Fugen symmetrisch und wie sieht es mit einem Schutz der Ecken aus. Außerdem sind bei vielen Kühlboxen die Tragegriffe nicht besonders hochwertig. Wie sieht es bei der Plug-In Festivals IceCube 50 aus?

Die Ecken sind gut geschützt. Die Anbringung ist sehr stabil.

Bei der Verarbeitung und der Symmetrie der Kanten ist bei einer Sichtprüfung nichts zu beanstanden. Die Ecken der Box sind gut geschützt. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck und das Material ist hochwertig. Die Tragegriffe sind extrem stabil, was bei schweren Kompressorboxen immer wichtig ist. Die Box ist so stabil, dass sie bei mir im Test auch als Sitz gut geeignet war.

Kritikpunkt: Material des Deckels

Der Deckel nimmt sehr schnell Fett-(Flecken) an und ist auch anfällig für Kratzer

In dieser Testkategorie gibt es eine kleine Schwäche der IceCube Kühlbox. Das Material des Deckels, bzw. die Beschichtung, nimmt sehr schnell Flecken an. Schon beim Anfassen der Box bleiben sehr schnell Flecken zurück. Diese können natürlich abgewaschen werden, aber es sieht einfach nicht gut aus. Außerdem ist der Deckel relativ kratzanfällig. Mehr dazu später noch im Testbericht unter den Schwächen der Kompressor-Kühlbox.

Die Kompressor-Kühlbox im Kühltest – Messung der Kühlleistungen

Test-Messung bei leerer Kühlbox mit maximaler Kühlung

Mit Temperaturloggern prüfe ich die Kühlleistungen der Kompressorbox

Kommen wir jetzt zum wirklich interessanten Teil des Kompressor-Kühlbox Test. Denn jetzt wird die Abkühlleistung und Isolierung gemessen. Dafür setze ich professionelle Temperaturlogger ein, die normalerweise für medizinische Transporte verwendet werden. Denn hier muss eine durchgehende Kühlkette auf den Grad genau nachgewiesen werden können.

Für diesen Kühltest kommt ein Temperaturlogger in die leere Box und einer misst die Außentemperatur. Beide werden gleichzeitig genutzt, um die Temperaturdifferenz zur Außentemperatur genau verfolgen zu können. Nach diesem Test kann in einem genauen Temperaturverlauf gesagt werden, wie schnell die Kühlbox herunterkühlen kann. Außerdem wird natürlich gemessen, ob die angegebenen -20 °C tatsächlich erreicht werden.

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Nach 3 Stunden wird die aktive Kühlung dann ausgestellt. Das Ganze wird dann über einen Zeitraum von 6 Stunden gemessen und anschließend der Temperaturverlauf geprüft.

Test-Messung bei mit Gefriergut beladener Kühlbox mit maximaler Kühlung

Der 2 Kühltest wird mit Gefriergut in der Kühlbox und ein paar Kühlakkus gemacht. Das ist der Praxistest, da Kompressor-Kühlboxen häufig auch beim Camping als Gefriertruhe genutzt werden.
Bei diesem Test wird die aktive Kühlung ebenfalls nach 3 Stunden ausgeschaltet und der Temperaturverlauf noch 4 Stunden weiter gemessen.

Ergebnis des Tests bei leerer Kühlbox

Kommen wir zuerst zum Ergebnis des Kühltests bei leerer Kühlbox. Die Außentemperatur liegt während des Kühltests bei einem gemessen Temperaturdurchschnitt von 25.2 Grad Celsius (Max 26,7°C / Min 24.3 °C). Der genaue Temperaturverlauf kann auf folgendem Chart angesehen werden.

Messung der Außentemperatur im Test. Gegen Abend sinkt die Temperatur etwas

Kommen wir zur Innenmessung der Kompressorbox. Bereits nach guten 30 Minuten hat der Innenraum 0 Grad Celsius erreicht (Vergleich Chart unten). Das ist wirklich eine sehr gute Abkühlleistung. Nach 1 Stunde sind im Inneren der leeren Kühlbox -12,5 Grad Celsius gemessen. Nach 78 Minuten erreicht der IceCube 50 seine maximale Kühlung von -19,1 Grad Celsius. Ebenfalls ein sehr guter Wert.

Nach dem Abstellen der aktiven Kühlung (14:30 Uhr) kann die Isolierung – ohne gekühlten Inhalt und ohne Kühlakkus – die Innentemperatur mehr als 1 Stunde unter 0 °C halten. Die Außentemperatur lag hier im Schnitt bei 25 °C (siehe Chart oben). Das ist sehr gut.

Ergebnisse des Kühltestest IceCube 50
Die Ergebnisse des Kühltestest bei leerer Kompressor-Kühlbox

Natürlich ist das herunterkühlen einer leeren Kühlbox die schwierigste Testsituation für ein Kühlsystem. Normalerweise sind vorgekühlte Getränke in der Box, die den Innenraum noch schneller kühlen. Allerdings ist nur so für mich vergleichbar, wie die verschiedenen Kühlboxen von ihrer Leistungsfähigkeit hier im Test abschneiden.

Dabei erreicht der IceCube 50 tatsächlich fast die – 20 Grad Celsius bei fast leerer Box. Das kam in meinen Tests in den letzten Jahren selten vor. Meist hat man hier 2 bis 4 Grad weniger als angegeben. Also Testergebnis bei der Note Kühlung: Testnote „Sehr gut“ (1,2).

Ergebnis des Tests bei beladener Kühlbox

Bei mit Gefriergut und Kühlakkus beladener Box erreicht die Kühlbox bereits nach 15 Minuten -10,6°C. Nach 30 Minuten ist die Temperatur schon auf -16,4°C. Einfach sehr gut. Nach guten 3 Stunden erreicht die Box dann -19,7°C. Das ist einfach eine sehr überzeugende Kühlleistung. Die Außentemperatur liegt während des zweiten Kühltests bei einem Temperaturdurchschnitt von 25.2 Grad Celsius (Max 26,7°C / Min 24.3 °C). Auch hier erreicht der IceCube 50 (fast) die – 20 Grad Celsius.

Nach dem Abstellen der aktiven Kühlung (17:05 Uhr) kann die Isolierung – diesmal mit dem Gefriergut und mit Kühlakkus – die Innentemperatur auch 5 Stunden später bei -14,1 °C halten. Die Außentemperatur lag hier im Schnitt wieder bei 25 °C (25.2 Grad Celsius (Max 26,7°C / Min 24.3 °C).). Das ist ebenfalls sehr gut.

Ergebnisse des Kühltest bei beladener Kühlbox
Die Ergebnisse des Kühltest bei beladener Kühlbox
Testergebnis bei der Kühlung mit und ohne Beladung: Testnote „Sehr gut“ (1,2).
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Lautstärke bei laufendem Kompressor

Eine weitere oft gestellte Frage bei den verschiedenen Modellen ist die Geräuschentwicklung bzw. Lautstärke im Kühlbetrieb. Denn gerade beim Camping im Wohnmobil, Wohnwagen, oder auch im Zelt ist es wichtig diese Information zu haben.

Messung der Lautstärke
Messung der Lautstärke der Kompressor-Kühlbox in 2 m Entfernung

Deshalb messe ich jetzt mit einem Schallpegelmessgerät die Geräuschentwicklung in 2 m Entfernung bei laufendem Kompressor und Max-Einstellung. Ist die eingestellte Innentemperatur erreicht, dann schaltet sich die aktive Kühlung ab und geht bei steigender Temperatur in der Box wieder an.

Ergebnisse der Messung

Umgebungslautstärke vor Einschalten der Kühlbox

Die normale Umgebungslautstärke in meiner Wohnung vor dem Einschalten der Kühlung liegt bei 40,0 bis 40,2 Dezibel. In 2 m Entfernung laufendem Kompressor steigt die Geräuschentwicklung auf ca. 46 bis 46,5 Dezibel. Das sind niedrige Werte. Kompressorboxen sind nun einmal bei eingeschalteter Kühlung nicht lautlos. Nur Absorber-Kühlboxen sind dazu in der Lage.

Lautstärke bei laufendem Kompressor der Kühlbox

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des IceCube von Plug-in Festivals

Gekauft habe ich die Box für 329 Euro, was meiner Meinung nach für eine Kompressorbox mit dieser Ausstattung, Kühlleistung, Qualität und Größe ein echtes Schnäppchen ist. Gerade die Kühlleistung ist sehr gut in der Preisklasse. Dazu die Größe. Kurz: Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welche Schwächen hat die Kompressor-Kühlbox?

Wer meinen Blog kennt, der weiß das ich immer auch auf der Suche nach Schwächen bei den Kühlboxen bin. Im Test sind mir beim IceCube nur 2 Kleinigkeiten aufgefallen, die verbessert werden könnten.

Material / Beschichtung des Deckels

Der Deckel ist anfällig für Flecken und Kratzer

Das Erste ist das Material des Deckels. Dieses Material zeigt bei der Benutzung schnell Fettflecken von den Fingern und ist allgemein anfällig für Kratzer. Für mich allerdings in der Preisklasse kein wichtiger Kritikpunkt.

Die Plug-in Festivals App hat eine kleine Schwäche

Damit die Verbindung zur Kühlbox hergestellt werden kann, muss der Standort freigegeben werden.

Die zweite Kritik in meinem Test betrifft die App. Diese funktioniert sehr gut bei einer Verbindung mit der Box. Alle Einstellungen können bequem in der App gemacht werden. Allerdings muss der App bei der Installation der Zugriff auf den Standort erlaubt werden, da ansonsten keine Verbindung mit der Kühlbox funktioniert. Was den Einen nicht stört, mag für den Anderen ein Problem sein. Deshalb soll es hier erwähnt werden.

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Die Bedienung über die App ist per Bluetooth möglich

Mein Fazit zur Kompressor-Kühlbox von Plug-in Festivals

Die Kompressor-Kühlbox von Plug-in Festivals hat in meinem Test mit der Testnote „sehr gut“ (1,4) abgeschnitten. Bei der Kühlung und Isolierung, der wichtigsten Disziplin, mit der Testnote „sehr gut“ (1,2).

Wer auf der Suche nach einer guten Kompressor-Kühlbox ist, sollte sich dieses Modell genau ansehen. Die Kühlleistung ist vergleichbar mit deutlich teureren Kompressorboxen. Material und Verarbeitung ist gut. Von leichten Schwächen des Deckels abgesehen. Die Steuerung über die App ist fortschrittlich und funktioniert einwandfrei. Leichter Abzug bei der Testnote für die notwendige Standortfreigabe in der App.

Ich kann die Kompressor-Kühlbox absolut zum Kauf empfehlen. Wer auf einen bekannten Markennamen verzichtet, der bekommt hier für wenig Geld eine exzellente Kompressor-Kühlbox. Was will man mehr?
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Test-Video zur IceCube 50 Kompressor-Kühlbox

Weitere Infos und Links

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